Awesta Museum

 

Das Awesta (Avesta) Museum befindet sich in Chiwa, in einer der vielen Medressen dieser einzigartigen orientalischen Stadt. Es ist kein Zufall, dass sich das Awesta Museum in Chiwa befindet, denn eine der Versionen von Awesta wurde hier geschrieben, im antiken Choresm. Im heiligen Buch der Zoroastrier wird die Stadt Chiwa als "Urva", "Urga" erwähnt.

Das Awesta ist…
Awesta Museum. Chiwa, UsbekistanDas heilige Buch der zoroastrischen Religion, die vom altiranischen Propheten Zarathustra gestiftet wurde. Der Zoroastrismus kann als eine der ersten Religionen der Menschheit angesehen werden. Wo er seinen Ursprung hat, ist nicht genau bewiesen, aber es deutet einiges darauf hin, dass die Heimat des Zoroastrismus das antike Choresm gewesen sein könnte. Da Awesta im Laufe mehrerer Jahrhunderte unter dem Einfluss verschiedener Kulturen, Dialekte und Sprachen entstanden ist, wird der Prophet Zarathustra darin auf verschiedene Weise erwähnt - "Zaotar", "Ataurvan". Nach den Lehren des Zoroastrismus, dem wichtigsten Gott der Güte und Weisheit, war der große Schöpfer Ahuramazda, der seine Lehren an Zarathustra weitergab.

Das Awesta ist nicht nur eine Sammlungvon heiligen Texten des Zoroastrismus, ein Denkmal der altiranischen Sprache und Philosophie, sondern auch eine einzigartige Dokumentationsquelle über die Entstehungsgeschichte der ersten Staatsformationen und sozioökonomischen Beziehungen der zentralasiatischen Völker. Das Awesta sagt: „Ich, Ahuramazda, habe den ersten der besten Orte und Länder geschaffen - Aryanem Vaychakh (Arier Region). Dann Guvu (Sogd), danach die Heimat von den Sogdianer und Maura (Merw), und schließlich Bahdi (Baktrien).“.

Die verschiedenen Angaben, wann nun genau  Zarathustra lebte und die ältesten Abschnitte des Awestas entstanden sind, erstrecken sich meist auf den Beginn des ersten Jahrtausends v. Chr. zurück. Ursprünglich wurden die Texte der Awesta nur mündlich übermittelt, aber im 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr. wurden sie in Altpersien aufgeschrieben und gesammelt. Die Texte wurden auf Rindslederhäuten in Goldtinte geschrieben. Der Legende nach verbrannte Alexander der Große alle diese Aufzeichnungen (über mehr als 20.000 Felle).Awesta Museum. Chiwa, Usbekistan Später wurden die Lehren von Zarathustra wiederhergestellt und wieder schriftlich reproduziert. Im Moment wird angenommen, dass Awesta aus 21 Büchern besteht - 5 davon schriftlich und die restlichen 16 - mündlich und von Generation zu Generation weitergegeben.

Das Awesta erzählt über das Leben in Gemeinschaften (Viehzüchter, Bauern), in denen das Patriarchat vorherrschte, über Klassenschichtung, Gottheiten und Geister - das Awesta stellt ein klares Bild von den Menschen dieser Zeit dar.

Das Awesta ist eine Sammlung von Gesetzen, die die Gerechtigkeit und Klasse der Menschen in den ersten Staatenformationen zeigt. So war es beispielsweise körperlicher Missbrauch gegen Sklaven verboten. Im Falle eines Verstoßes gegen das Gesetz hatte der Sklave das Recht, beim Gericht Berufung einzulegen. Von hier aus sehen wir, dass es Sklaven gab, die Herren dieser Sklaven, sowie einen höheren Gerichtshof, der die Rechte aller verteidigte, unabhängig von der sozialen Klasse. Die Rechte der Kinder wurden geschützt - sie mussten nur bei ihren Eltern leben und Recht auf eine Ausbildung haben; die Entführung von Kindern sowie die Aufgabe der elterlichen Pflege wurden hart bestraft.

Awesta Museum. Chiwa, UsbekistanDas Awesta lehrt eine Zweiteilung der Welt in einen kosmischen Dualismus von Gut und Böse. In seinen Lehren rief Zarathustra uns auf, einander zu lieben, einander zu helfen, uns in schwierigen Momenten zu vereinen und Verbrechen wie Mord und Kampf zu bestrafen. Er sprach auch über die Liebe zur Natur, den sorgsamen Umgang mit Land und Vieh: "Wer Brot kultiviert - er kultiviert Gerechtigkeit". Es war verboten die Hunde zu beleidigen, die das Haus und das Vieh des Menschen schützen. Nur Wölfe konnten getötet werden - Wölfe galten als der Prototyp des Bösen. Aber das Essen war wichtig - erlaubt (als Nahrungsmittel) war das Vieh.

Die vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer galten als heilig. Deshalb wurden die Toten nicht begraben und nicht im Feuer verbrannt, sondern auf einen besonderen Berg - den Dachmu - gebracht, wo sie von Raubtieren gegessen wurden. Danach wurden die Knochen eingesammelt und als sekundäre Bestattung in einem Ossuar aufbewahrt. Menschen, die die Leichen der Toten trugen (sie wurden Risto-Kascha genannt), galten bis zum Ende ihrer Tage als verflucht, ihnen wurde verboten, sich Feuer und Wasser zu nähern, mit Menschen nah zu kommunizieren.

Awesta Museum. Chiwa, UsbekistanDas Awesta erwähnt auch die Architektur dieser Zeit sowie die Baumaterialien für das Haus (Rohziegel, Pflugsteine). Eine interessante Parallele zeigt die Bibel im Alten Testament, die auch den Rohziegel beschreibt (11:3).

Die Wurzeln des Zoroastrismus sind in den Weltreligionen - Islam, Buddhismus, Christentum, Judentum (z.B. im Judentum und Christentum, wo Gott in Form von Feuer, Kerzen herabgestiegen ist - ein wesentliches Merkmal, Heiliges Feuer). Einer der wichtigsten im Awesta genannten Feiertage war Nowruz (Knowruz), der in einer Reihe von asiatischen Ländern immer noch als großer Nationalfeiertag gilt.

Das usbekische Volk kann als eines der ältesten Völker angesehen werden. Usbekistan ist stolz auf diese Ehre und ehrt den Glauben seiner Vorfahren. Da das Awesta nach Gut und Brauch verlangte, sind seine Postulate auch heute noch aktuell. In Urgentsch wurde ein Denkmal für Awesta in Form eines großen Buches mit weißen Blättern in einer "Flamme" aus rotem Stein über einem besonderen Zelt errichtet. Das Awesta wird nicht nur in Usbekistan, sondern auf der ganzen Welt umfassend untersucht. Das 2700-jährige Bestehen von Awesta wurde 2001 unter der offiziellen Schirmherrschaft der UNESCO gefeiert.

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