Samarkand Papierwerkstatt

Herstellung von Seidenpapier nach alten Technologien

 

Nicht weit von Samarkand entfernt befindet sich eine Papierwerkstatt, wo Handwerker das berühmte Samarkand- Seidenpapier mit alten Technologien mit der Hand herstellen.

Samarkand PapierwerkstattViele Jahrhunderte lang war Samarkand für seine Handwerker berühmt. Ob Architekten oder Töpfer, Goldstickerei-Handwerker oder Schmiede, Samarkand Handwerker hatten aufgrund ihres verantwortungsbewussten Handelns und der Qualität ihrer Produkte weltweit eine große Autorität.

Zweifellos gehört das Recht auf Erfindung eines Papiers zu China, aber durch die Bemühungen der Samarkand Meister wurde die Technologie zur Herstellung eines der auf der ganzen Welt dünsten, glattesten und haltbarsten Papiere erfunden. Das Samarkand Seidenpapier.

Im X. Jh. wurde die Herstellung von Samarkand Seidenpapier zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt Samarkand. Die militärischen Invasionen, von denen Samarkand unzählige sah, trugen nicht nur Trauer und Zerstörung. Sehr oft wurden sie zu einer der effektivsten Formen des kulturellen und technologischen Austauschs. Und als chinesische Truppen 751 in Zentralasien einmarschierten, wurde der Ruhm der Papiermacher von Samarkand geboren und begann seinen Siegeszug. Natürlich wollten die Chinesen ihre Geheimnisse nicht preisgeben, aber dank Abu Muslim, dem damaligen Regenten der Stadt Samarkand, der den Kampf mit Ausländern gewann, wurden mehr als zwanzigtausend Chinesen gefangen genommen. Unter den Kriegsgefangenen befanden sich viele Handwerker, die dem Feind ihre Geheimnisse der Papierherstellung verrieten und brachten das Handwerk bei. Dies war der Beginn der Herstellung von Schreibpapier in Samarkand.

Samarkand PapierwerkstattSamarkand Meister produzierten nicht nur Papier, indem sie die Technologie Chinas kopierten, sondern nahmen auch viele Veränderungen im Produktionsprozess sowie in den Komponenten der Rohstoffe vor und verbesserten so ständig die Qualität der Produkte. Die Modernisierung des Produktionsprozesses sowie die Entwicklung neuer Technologien ermöglichten es Samarkand Papiermeistern, verschiedene Papiersorten zu erhalten. Die wichtigsten von ihnen entwickelten Papiersorten waren: "Samarkand Shoyi Qogozi" - hellgelbes, dünnstes und glattestes Papier; "Samarkand Sulton Qogozi" - erinnert an "Samarkand Shoyi Qogozi", hatte aber im Gegensatz dazu eine weiße Farbe; "Nimkanop" - braunes Papier und "Mir-ibragimi" mit Wasserzeichen, die einen Ring darstellten.

Die Samarqand-Papierherstellung, die bis zur Mitte des XIX. Jahrhunderts bestand, erfreute sich großer Beliebtheit sowohl in den arabischen Ländern als auch in Europa. Schreibpapier war immer hohen Anforderungen ausgesetzt, wobei die Hauptanforderungen die Leichtigkeit des Schreibens und Lesens sowie die Haltbarkeit waren. Samarkand-Papier hat all diese Anforderungen voll erfüllt. Mit seiner einzigartigen Geschmeidigkeit war das Papier sehr leicht zu schreiben, und seine gute Dichte erlaubte es ihm, viel Farbe aufzunehmen, was ein sehr wichtiger Indikator für die Qualität des Papiers zu dieser Zeit war. Darüber hinaus waren einige Samarkand-Papiere auch besser lesbar, da der bräunliche Farbton des Papiers den Kontrast zur Tinte weniger scharf machte.

Samarkand PapierwerkstattDas Papier bestand aus Baumwolle, Seide und Maulbeerbaumrinde. Es war die Rinde des Maulbeerbaums, das das Hauptgeheimnis des Samarkand-Papiers war und es zu einem wichtigen Exportprodukt und einem Wahrzeichen des alten Samarkand machte. Der Maulbeerbaum, der fast überall auf dem Gebiet wächst, gab dem Papier einen seidigen und hellbraunen Farbton.

Nach dem Kollaps des Reiches von Amir Timur begannen Kriege unter den örtlichen Regenten (zwischen Buchara und Samarkand). Infolgedessen geriet der Staat in eine Wirtschaftskrise. Leider ging die Seidenpapierherstellung in Samarkand zu Grunde.

Viele der Geheimnisse der Seidenpapierherstellung gingen damals verloren, aber dank der Bemühungen moderner Meister in der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts war es möglich, die alte Technologie der Papierherstellung vollständig wiederherzustellen. Zehn Kilometer vom Zentrum des modernen Samarkand entfernt wurde eine Papierwerkstatt mit der gleichen Technologie und den gleichen Rohstoffen wie vor tausend Jahren eröffnet. Dank der Werkstatt war es möglich, nicht nur alte Manuskripte mit identischem Papier zu restaurieren, sondern auch die Möglichkeit für Außenstehende, in die tiefsten Geheimnisse eines komplexen Handwerks einzutauchen und den alten Prozess der Papierherstellung zu beobachten.

So produzierten das Seidenpapier die alten Samarkand-Meister:
Mit Beginn der Kälte schneidet der Meister die dünnen Stäbe des Maulbeerbaums ab. Danach weicht man die Äste des Maulbeerbaums einige Tage in Wasser ein. Der Meister entrindet sie, um anschließend den bräunlichen Teil mit dem Messer abzutrennen. Die gelben Rinden kocht man fünf- bis sechs Stunden lang in einem großen Kessel. Dann lässt der Mukrakasch-Meister in einem großen Mörser von einem Balken, der von einem Schlagwerk angetriebenen wird, sieben- bis acht Stunden lang die Rinden zerstampfen lassen, um die Geschmeidigkeit und Seidigkeit zu erreichen, die die Samarkand-Meister des Papierkrames berühmt gemacht haben.

Fotos:

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