Burana-Turm

Burana-Minarett nahe Tokmok Stadt in Kirgisistan

 

Burana-TurmEinige denken bei dem Wort „Burana“ wohl eher an eine szenische Kantate von dem deutschen Komponist Carl Orff „Carmina Burana“. Doch „Burana“ heißt im türkischen nichts anderes als „Minarett“. „Burana“ ist demnach also der Turm. Der Burana-Turm ist ein archäologisches und architektonisches Denkmal, eines der ältesten Bauwerke dieser Art in Zentralasien. Der Burana-Turm befindet sich ca. 12 km südwestlich der kirgisischen Stadt Tokmok am linken Ufer des Flusses Tschüi.

In der Nähe des Turms wird die Lage der antiken Stadt Balasagun vermutet. Die Stadt Balasagun wurde von den iranischstämmigen Sogdiern gegründet und danach von den türkischen Karachaniden erobert. Die Karachaniden machten die Stadt zur Hauptstadt ihres Reiches (940-1212). Balasagun, an der Großen Seidenstraße gelegen, war damals eine der wohlhabenden Städte Zentralasiens. Im Jahr 1219 wurde die Stadt von den Mongolen Dschingis Khans erobert. Im 14. Jahrhundert verlor die Stadt ihre Bedeutung völlig und verschwand. Nur der riesige Burana-Turm, Ruinen von Festungen und Wehrmauern sowie Fragmente von Wasserleitungen, hier gefundene Haushaltsgegenstände und dekorative Kunst zeugen von der einstigen Größe der Hauptstadt der Karachaniden.

Burana-TurmDer Burana-Turm (X-XI Jahrhundert), gebaut aus gebrannten Ziegeln, ist ein herausragendes altes Gebäude, Teil des archäologisch-architektonischen kirgisischen Museums und ein Kulturdenkmal. Der Turm war ursprünglich 45 m hoch, aber nur 21,7 m sind erhalten geblieben. Der obere Teil wurde durch ein Erdbeben zerstört. Aber unsere lebendige Vorstellungskraft kann die fehlenden Meter vollenden und in die Tiefen der Jahrhunderte eintauchen. Das Burana-Minarett besitzt ein oktogonales Fundament mit einem konischen Turm darauf. Die Außenseiten des Burana-Minaretts tragen Ziselierungsornamente auf Ziegelstein. Der Stamm des Minaretts geht in den Himmel - wie ein Riesenbaum nach oben verengt. Im Inneren des Turms befindet sich eine Wendeltreppe mit unbequemen, geschlagenen Stufen aus gebranntem Ziegel. Sie fühlen sich unwohl, weil entweder unsere Höhe höher geworden ist als unsere Vorfahren, und der Schritt länger ist, oder die Größe unserer Füße ist riesig im Vergleich zu den Zeitgenossen der Karachaniden.

Der Burana-Turm ist von originellen Legenden umrankt, die oft traurig sind. Eine Legende erzählt die Geschichte eines Khans (Herrscher des Landes), der eine schöne Tochter hatte. Es wurde vorhergesagt: Das Mädchen würde am Tag seines 16. Geburtstages an dem Biss einer schwarzen Spinne sterben... Um dies zu verhindern sperrte der Khan die Prinzessin in den Burana-Turm, den niemand betreten durfte, außer einem Diener, der dem Mädchen zu essen brachte. So vergingen die Jahre und aus dem Mädchen wurde eine hübsche junge Frau. Am Tag ihres 16. Geburtstages starb die Frau jedoch, wie vorhergesagt, an einem Spinnenbiss, der versehentlich vom Khan selbst in Trauben eingebracht wurde. Nachdem der Khan vor Wut und Trauer an die Wand geschlagen hatte, zerstörte er die Spitze des Turms, so dass das Minarett nun um ein paar Dutzend Meter kürzer ist.

Heute ist der Burana-Turm eines der größten historischen und architektonischen Denkmäler Kirgisistans und steht unter staatlichem Schutz und zieht die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern und Touristen auf sich.

Fotos:

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