Die Nekropole von Mizdakhan

Das großartige archäologische und architektonische Denkmal von Choresmien

 

Die Nekropole von MizdakhanDer großartige archäologische und architektonische Mizdakhan-Komplex (4. Jhdt. v. Chr. – 14. Jhdt. n. Chr., 17. – 20. Jhdt.) liegt auf Hügeln entlang der wichtigen Fernstraßen, die zum Ustjurt- Plateau und der Stadt Muynak führen. Der Komplex befindet sich 3-4 km südlich von der Stadt Khodjeyli („Khodjeyli“ bedeutet „das Land der Pilger“), in der Nähe von Nukus in Karakalpakstan und umfasst eine große Fläche von 200 Hektar. Mizdakhan ist ein riesiger Komplex mit verschiedenen Altertümern und umfasst einen der ältesten Friedhöfe in Zentralasien (mit den Mausoleen von Shamun-Nabi, Mazlumkhan Sulu, Khalif Jerezhep und dem Hügel Jumart-Kassab), eine Stadt der Goldenen Horde, eine Karawanserei, die Ruinen einzelner Landgüter und Burgen, die Überreste von Bewässerungssystemen. Früher glaubte man, dass der Komplex die antike Siedlung Gyaur Kala umfasste, später wurde jedoch bewiesen, dass dies ein separates Denkmal ist. Im Mittelalter war Mizdakhan die drittgrößte Stadt von Choresmien.

Mizdakhan ist heute einer der am meisten verehrten muslimischen Orte in Usbekistan. Das riesige Territorium, auf dem sich die antike Nekropole befindet, ist beeindruckend. Hier wurden die Traditionen des Zoroastrismus und des Islam verbunden: alte Grabstätten, Ruinen mittelalterlicher Mausoleen, Ruinen antiker Gebäude, von denen nur die Spitzen sichtbar sind, und die Bauwerke selbst unter Schichten von Zeit und Sand verborgen sind. Hier wurden einzigartige Funde entdeckt, die bei den uralten Bestattungsriten gebraucht wurden (Beinhausgefäße, Sarkophage, Tonwaren, Münzen). Mit Hilfe von diesen Funden konnten Archäologen die Details der vorherrschenden Kultur nachvollziehen.

Viele Historiker glauben, dass Choresmien als Geburtsort des Zoroastrismus (Mazdaismus) angesehen werden sollte. Diese Religion entstand viel früher als das Christentum und der Islam. Einheimische erzählen, dass sich hier das Grab von Adam befindet, über dem ein Mausoleum errichtet wurde. Das Mausoleum nennt man die Weltuhr, die das Leben auf der Erde herunterzählt. Der Legende nach fällt jedes Jahr ein Ziegelstein aus den alten Mauern, und wenn der letzte Stein die Erde berührt, kommt der Weltuntergang. Aber hier kann man viele kleine Pyramiden sehen, die von Pilgern aus umgestürzten Ziegeln gebaut wurden. Jede Pyramide besteht aus sieben Steinen, und die Menschen glauben, dass sie auf diese Weise das Leben des Planeten verlängern und hoffen, dass der Gott ihre Gebete erhört.

Die Nekropole von MizdakhanEs ist interessant, warum sich das Grab von Adam im Unterlauf des Amudarja befindet. Die Weltreligionen haben viele Gemeinsamkeiten, und Wissenschaftler vermuten, dass das Grab von Adam in Mizdakhan (Mazdakhan) das Begräbnis von Gayomarth ist, dem ersten Menschen, der von Ahura Mazda (Gott der Weisheit und der Sonne im Zoroastrismus) erschaffen wurde. Das heilige Buch der Feueranbeter - Avesta - erwähnt die Stadt Mazda, die zu Ehren von Ahura Mazda errichtet wurde, wo der erste Mann erschaffen wurde. Übrigens behält in der usbekischen Sprache das Wort „Adam“ immer noch seine ursprüngliche Bedeutung - „Adam“ wird aus Usbekischem übersetzt als „der Mensch“. Könnte es sein, dass das Paradies (dargestellt im Zoroastrismus als blühender Garten innerhalb der Lehmmauern) hier in Choresmien war, wo der Paradiesapfel immer noch wie ein direktes Verbot Gottes klingt: „Nicht anfassen!“ („Olma“ wird aus Usbekischem nicht nur als „Apfel“ übersetzt, sondern auch als Verb in negativer Form – „nimm es nicht“, „ol“ - nimm es, „ma“ - ein negatives Teilchen).

Auf dem nördlichen Hügel von Mizdakhan befindet sich ein hübsch dekoriertes halbunterirdisches Mausoleum von Mazlumkhan-Sulu (13.-14. Jhdt). Archäologen, die es ausgegraben haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass das Mazlumkhan-Sulu-Mausoleum ursprünglich ein unterirdisches Gebäude mit Kultcharakter war. Der Hügel, auf dem es liegt, wurde mindestens seit Beginn unserer Ära als Nekropole genutzt. Alle hier gefundenen Aufbauten sind Grabstätten oder wurden mit einem Bestattungskult verbunden.

Es gibt eine Legende, dass es der Palast der Khantochter Mazlum-Sulu war. Als die Stadt von "Ungläubigen" angegriffen wurde, verliebte sich der Anführer der Feinde in das Mädchen, und sie erwiderte es. Der wütende Herrscher tötete seine Tochter und befahl, sie in seinem eigenen Palast zu begraben, der zu einem Mausoleum wurde.

Die Nekropole von MizdakhanEs gibt eine andere Version der Legende: hier lebte ein wunderschönes Mädchen, Nazlymkhan, die geliebte Tochter des Herrschers. Viele edle junge Männer wollten sie heiraten, aber sie war in einen armen Baumeister verliebt. Der zornige Vater versprach, seine Tochter mit einem Mann zu heiraten, der in einer Nacht ein Minarett zum Himmel bauen könnte. Der junge, verliebte Baumeister konnte seinem Glück nicht glauben. Er baute das Minarett für eine Nacht und kam am Morgen für seine Geliebte in den Palast. Aber da der junge Mann arm war, weigerte sich der Herrscher, das Versprechen zu erfüllen. Vor Kummer stürzte der junge Mann von der Spitze des von ihm gebauten Minaretts. Das Mädchen sprang ihm nach. Und nur im Himmel konnten sie endlich zusammen sein. Auf Befehl des Herrschers wurden sie zusammen begraben, und über dem Grab wurde ein Mausoleum aus Ziegeln des zerstörten Minaretts errichtet.

Ein weiteres religiöses Gebäude Khalif Jerezhep (9. Jhdt.) war ein prächtiges Gebäude, das aus rohen und gebrannten Ziegeln errichtet wurde. Es gibt eine Legende über Khalif Jerezhep, die besagt, dass er seine Untertanen im Leben lehrte, und nach dem Tod setzte sein Geist diese Arbeit fort.

Die Nekropole von MizdakhanVon großem Interesse sind das Mausoleum von Shamun-Nabi (17. - 18. Jhdt.) und der Hügel Jumart-Kassab. Im Inneren des Shamun-Nabi-Mazars befindet sich ein 25 m langes Grab, das dem heiligen Shamun-Nabi zugeschrieben wird. Aufgrund der ungewöhnlichen Größe des Grabes und einiger Besonderheiten der geologischen Struktur des Hügels, auf dem es liegt, wurde angenommen, dass die Knochen des Mesosaurus (eines ausgestorbenen Tieres aus der Kreide) hier liegen könnten. Spätere Studien zeigten jedoch, dass das Grab keine Grabstätten enthält und anscheinend einen religiösen Zweck hatte. Mit dem Mausoleum von Shamun-Nabi sind Legenden verbunden, die die biblische Geschichte von Samson widerspiegeln.

Jumart-Kassab ist ein etwa 5 m hoher Hügel, der sich neben dem Shamun-Nabi-Mazar befindet. Auf der Spitze und an den Hängen sieht man gebrannte Ziegelstrukturen sowie Fragmente von choresmischer Keramik. Dies deutet darauf hin, dass sich unter dem Hügel alte Gebäude befinden. Mit dem Hügel Jumart-Kassab („Jumart-Metzger“) ist eine Legende verbunden: Der gute Metzger verteilte umsonst in den hungrigen Jahren der schlechten Ernte Fleisch an die Armen. Für seine Freundlichkeit und sein Mitgefühl für seine Nachbarn wurde er in den Rang eines Heiligen erhoben. Es gibt eine Vermutung, dass diese heiligen Stätten im direkten Zusammenhang mit dem zuvor erwähnten Gayomarth stehen.

Im nördlichen Teil von Mizdakhkan gibt es fast überall zerstörte und begrabene alte Grabstrukturen.

Fotos:

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