Das Mausoleum Abdi-Darun

 

Samarkand ist für seine altertümlichen Baudenkmäler berühmt, die in rauhen Mengen auf den Territorien der großen Stadt errichtet sind. Eigentlich ist Samarkand schon selbst ein großes historisches Denkmal. Doch einige Perlen der Baukunst sind der besonderen Erzählung wert, wie zum Beispiel das Ensemble Chodsha Abdi-Darun, das im Südosten Samarkands liegt.

In diesem Teil der Stadt befindet sich der altertümliche Friedhof. Im Mausoleum ruht die sterbliche Hülle der angesehenen samarkandischen Richters („kasija“), des Urenkels Kalifen Osmane, des Auswanderers aus Arabien Abd al-Maseddin oder Chodsha Abdi, der in IX Jahrhundert lebte. Chodsha Abdi war ein sehr bekannter Mensch. In damaliger Zeit wurden die Richter „kasija“ genannt, dabei haben sie nicht nur auf Befolgung der Gesetze der Scharia achtgegeben, sondern auch den einfachen Menschen mit den weisen Ratschlägen geholfen. Außerdem kannten sie den Koran sehr gut.

Um dem Richter Hochachtung zu zollen, wurde es beschlossen nach seinem Tod das Mausoleum zu errichten. Doch gibt es keine genauen Angaben über die Zeit der Errichtung dieses Mausoleums. Und erst in XI Jh. kam die Existenz des Grabes Chodsha Abdi zum Vorschein.

Der Name „Darun“ ist mit der Lage des Grabes direkt verbunden. „Darun“ bedeutet „innen“, „im Beringe der Stadt liegend“. Ursprünglich war es eine Gruft mit der Zeltdachkuppel, die zu Sultan Sandjars Lebzeiten ungefähr in XI Jh. errichtet worden sei. Zweifellos veränderte sich seit dieser Zeit dieses Denkmal grundlegend, und jetzt können wir nur vermuten, wie es früher aussah. Nachdem das Mausoleum in XI Jh. rekonstruiert worden war, hat es seine ganze ursprüngliche Gestalt verloren. Während dieses Umbaus errichteten die Meister vor dem Mausoleum „siaratchona“ - den speziellen Raum für die Vollziehung des Rituals „siarat“, so genannte Grabanbetung. Wie oben bereits erwähnt wurde, befindet sich neben dem Mausoleum Abdi-Darun der altertümliche Friedhof der XIII−XIV Jahrhunderte.

Heutzutage vereinigt der Komplex einige Bauten, die in verschiedenen Zeiten errichtet sind. Ganz im Herzen des Komplexes ist ein großer Teich gelegen, nebenan wachsen die altertümlichen Platanen. In der Südseite befindet sich das Wesentliche des Ensembles: ein paar altertümliche Grüfte, die an den Portal-Kuppelbau von „sijoratchona“ grenzen. Dieser spezielle Raum wurde am Anfang des XV Jahrhunderts aufgebaut und ist mit dem Mosaik aus Glasursteinen verziert. Der innere Teil des Mausoleums ist mit Kachelplatte, „michrab“ (Wandnische, die Anbetungsrichtung für Betenden bezeichnet) und Mosaikmedaillons dekoriert. Im Innenraum der Gruft sind die Gedenkschilder mit den Namen der Meister hingestellt, die an der Rekonstruktionen des altertümlichsten Denkmals arbeiteten: Abdukadyr-chodsha, Maurer, der „chudzhra“ baute (spezielle Zimmer, wo Studenten des Medressen wohnten ); Sabir Nazhar, Saddik Abdusachid, Abdugani und Ishan-Hasan-Khan Tajljaki, die in 1908-1909 Jahren die Säle mit der Wandmalerei verzierten.

Im großen und ganzen ist die Innenausstattung des Mausoleums ziemlich sparsam; darin vorherrscht polychrome Malerei, sowie Glasursteine und Mosaik. Wenn es um mit Gold ausgeführte Aufschriften geht, sind sie tatsächlich nicht zu vermerken. Und nur während der Rekonstruktion erschienen das dekorative Schnitzwerk und die Malerei. Der merkwürdige altertümliche Komplex belebt sich dank der großen Zahl der Bäume, die im Wasser des Teiches widergespiegelt werden, und überrascht mit der ergreifenden Genauigkeit und der harmonischen ausgeglichenen Einheit der Farbe, der Form, des Maßstabes und der Landschaft.

Der Komplex Abdi-Darun stellt das helle Beispiel des Schaffens des geschlossenen Raumes in der bezaubernden Kombination der abgesonderten Objekte und der unzertrennlichen Verbindung mit der Natur – und zwar mit dem Teich und Grün dar. Um tatsächlich in allem die vernünftige Zweckmäßigkeit und praktische Vollkommenheit zu erreichen, haben die Architekten der Vergangenheit so gemacht, dass in diesem historischen Denkmal der Kultur solche Eigenschaften wie Kompaktheit, Gemütlichkeit und Angemessenheit der Teilen und des Gesamtes ganz stark gezeigt wurden. Aller ist ziemlich einfach und dabei genial. Damit wird der folgende Ausdruck noch einmal bestätigt, dass nirgends und niemals Maßgefühl und Schönheitssinn den Volksmeister verlassen wird: er hat immer einen Hang zum Schaffen etwas höchst Einfaches, aber merkwürdig Zierliches.

Außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer Samarkands gibt es noch ein historisches Denkmal - das Mausoleum Chodsha Abdi-Birun. Das Wort “Birun” bedeutet „außen“, „außerhalb der Beringe der Stadt liegend“. Heutzutage ist es das Territorium des Samarkandischen Bezirkes, und zwar ländliche Siedlung Ak-Metschet. In IX Jh. war Abdi-Daruns Bruder in diesem Mausoleum begraben, der auch ein angesehener Richter im Volk war. Abdi-Birun Mausoleum ist einer der größten Komplexe überhaupt in Mittelasien. Er besteht aus „chanakah“ (Kloster für Derwische, das man auch «sufistisches Kloster» nennt), und kleinem Beerdigungshof. Chanakah stellt gewöhnlich ein Portal-Kuppelbau dar: ein zentraler Saal, in den Winkelpfeilern befinden sich Treppen und Chudzhra (spezielle Zimmer, wo Studenten des Medressen wohnten). Die Fassaden sind mit Ziegelmosaik dekoriert, das aus den Blöcken mit der dynamischen Zeichnung des blauen geometrischen Ornaments („girich“) besteht. „Dachma“ ist eine mit Marmor bekleidete Bodengruft, die in einem kleinen isolierten ziegelverblendenden Hof angebaut ist…

Es ist kaum möglich zahlreiche samarkandische Sehenswürdigkeiten in allen Einzelheiten zu beschreiben. Getreu dem Sprichwort „Lieber einmal mit eigenen Augen sehen, als hundertmal hören“. Doch es ist empfehlenswert, vorläufig eine Reiseroute nach dieser altertümlichen Stadt zu planen. Auf solche Weise werden Sie genug Zeit haben um zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

 

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