Türkmenabad


Türkmenabad liegt am linken Ufer des Amudarja Flußes und ist ein Zentrum von Ost-Türkmenistan und der Lebab Provinz. Eine lange Zeit hieß diese Stadt Tschardschou. Türkmenabad ist eine Stadt mit schönem Namen und schöner Geschichte. Es hat zweitausendjährige Geschichte; diese lange Geschichte kann sich eine harte und sogar gleichgültige Person interessieren und bewundern. Es war nie so groß, hatte nicht so viele Bürger und keine feinen Denkmäler. Aber diese Stadt überlebte die Eroberung vom Dschingis Khan und seiner Armee. Viele wurden getötet; es wurden viele Gebäude und sogar Städte zerstört. Aber nicht Tschardschou. Genau darin ist seine Besonderheit sich den strengen und unüberwindlichen Bedingungen anzupassen. Nach der mongolischen Eroberung im XIII.Jht. konnte diese Stadt wiederaufbelebt. Seine Kraft ist in bequemer Lage. Die Stadt befand sich in der Kreuzung von Karawanwegen; eine lange Zeit waren diese Karawanwege sog. Kommunikationsnetz zwischen Westen und Orient. In der Stadt konnten Reisende sich nach einem komplizierten Weg erholen.
Später wurde die Seidenstraße vergessen; aber es wirkte auf die weitere Entwicklung der Stadt nicht ein. Es existiert bis heute und hat viele Geheimnisse und Rätsel die noch nicht gelöst wurden.

Heutzutage wurde Tschardschou für ein Besichtigungsobjekt erklärt; hier arbeitet internationale Expedition “Seidenstraße –Dialogführung”. Diese Aktion ist die größte UNESCO-Aktion im ausgerufenen Kulturjahrzehnt. Das Aktionsziel ist die Gesellschaft zu überzeugen, daß die Erneuerung der historischen Kontakten für die geistige Bereicherung und Zusammenwirken von Kulturen notwendig ist. Die uralte Seidenstraße ist erstes Beispiel langer stabiler Beziehungen zwischen Orient und Europa. Es wird geplant eine internationale touristische Marschroute “Bekannte Seidenstraße” auszuarbeiten; ein der Besichtigungspunkte dieser Marschroute wird unbedingt Tschardschou.

Heute ist Tschardschou bekannt mit seinem Bau der Gurkengewächse, Verarbeitung vom Persianerfell. Diese Stadt hat gute Zukunft.

Stadtname.
Diese Stadt wurde vielmal umbenannt. Ihr uralter Name ist Amul, seit Ende des XV.Jht. bis zum 1924 hieß die Stadt Tschardschou. “Tschardschou” heißt im Persisch “Vier Kanäle”. 1924-1927 hieß die Stadt Lininsk, 1927-1940 – wieder Tschardschou; 1992-1999 wurde es offiziell Tschardshew genannt. Seit 1999 wurde die Stadt offiziell Türkmenabad genannt.

Bevölkerung.
Türkmenabad ist die zweigrößte Stadt Turkmenistans nach der Bevölkerungsanzahl (nach Aschchabad). Die Bevölkerung beträgt 234.800 Menschen.

Klima.
Klima ist stark kontinental, trocken mit bedeutenden Tages- und Jahrestemperaturschwankungen. Winter ist warm, Sommer ist drückend heiß. Die höchste Monatsdurchschnittstemperatur ist im Juli und beträgt +32,2° С. Der kälteste Monat ist Januar. Jährliche Niederschläge sind 70-120 mm, in Bergen - bis 350 mm. Das Repetek Naturschutzgebiet hat die höchste Sommertemperatur Turkmenistans (+50° С im Schatten).

Geschichte Tschardschous.
Geschichte des modernen Türkmenabads beginnt mit der der uralten Stadt Amul, die schon im III.Jht. v.Chr. existierte. Entstehung dieser Stadt Amul ist eng mit der weltbekannten Seidenstraße verbunden. Amul lag in einer Kreuzung der Seidenstraße. Gerade Amul gab den Namen des Flußes Amudarja. Sein Name Amudarja wird übersetzt als “Fluß Amu”. Früher hieß dieser Fluß Oks.

Im I.-IV.Jht. gehörte Amul zum Kuschana. Davon sagen die gefundenen Kupfermünzen, die hier von Archeologen entdeckt wurden. Nach dem Zerfall von Kuschana war Amul unabhängig. Aber das dauerte nicht lange und später gehörte es zum Arabischen Khalifat. Damals nach den Angaben der arabischen Historiker war Amul ein Kulturzentrum. Hier wohnten und schafften viele bekannte Wissenschaftler.
Im IX.-X.Jht. entwickelte sich es weiter dank der Lage in der Kreuzung der Karawanwege. Später wurde es vom Horesmer Reich erobert. Diese Periode war die bedeutendste in der Amul Geschichte. In dieser Zeit hatte die Stadt den größten Aufschwung und verbreitete sich rasch.

Aber das XIII.Jht. war schwer und kompliziert für die Stadt. Diese Perode ist mit dem Namen Dschingis Khan verbunden. Seine Armee hat zum Horesm herangerückt. 1221 wurde Amul erstürmt und ruiniert. Aber Handel und Handwerke in der Stadt entwickelten sich ungeachtet dessen.
Im XVI.Jht. gehörte Amul zum Usbekischen Reich; damals herrschte Scheybani Khan. Später gehörte es zum Bucharer Emirat. Genau in dieser Periode ist Amul eingegangen; die Stadt hieß jetzt Tschachar-Dshuy (oder Tschardsguy; wörtlich “Vier Flußbetten”).
Das Bucharer Emirat war damals ein Feudalreich. Emir hatte unbeschränkte Macht, die von den Geistlichen zugestimmt wurde. Die niedrigste Klasse war die Sklaven. Tschardshuy war ein Zentrum, wo man die kaufen und verkaufen konnte. In der Stadt wohnten überhaupt Handwerker und Händler. Die Stadt leitete “Bek”, Statthalter vom Emir. Die Bek-Residenz war eine breite Lehmfestung, die vom Graben mit Wasser umgeben wurde. Vier Tore (für jede der vier Himmelsrichtungen) wurden von “Sarbas” (Wächter) rund um die Uhr bewacht. Drinnen waren ein Platz, Kasernen, Lager für Lebensmittel, Häuser von Bek-Verwandten und seiner nächsten Umgebung, sein Palast mit einem Garten und Teich. Es gab natürlich ein Gefängnis; es war ein tiefer Brunnen und auf dem Steinboden befanden sich Häftlinge. Vom Westen nach Osten von der Festung waren Häuser von Handwerkern und Händlern. Die Ruinen dieser Festung wurden bis heute aufbewahrt und sind heute ein wichtiges historisches Denkmal; hier wurden viele Funde von Archeologen entdeckt.

In der Stadt und Umgebung wohnten vor allem Usbeken und am Amudarja – verschiedene turkmenische Stämme (Esrari, Sakar, Sajat, Mukry und andere). Der größte turkmenische Stamm hieß Esrari, der hier in der II.Hälfte des XVII.Jht. seßhaft wurde. Die Turkmenen beschäftigten sich hier mit der Viehzucht und Landwirtschaft.

Das XVIII.Jht. nannte man das goldene Zeitalter für die turkmenische Poesie. Diese Zeitperiode wurde vor allem mit dem Dichter Machtumkuli verbunden. Bekannt und begabt war sein Schüler, Krieger und Dichter Seydi.

In der II.Hälfte des XIX.Jht. wurde Tschardschou vom Russland angegliedert. Diese Angliederung übte einen großen Einfluß auf das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt selbst und das ganze Mittelasien aus. Im Frühling 1875 wurden die altgläubigen Uralkosaken nach Tschardschou laut Zarenbefehl umgesiedelt, weil sie abgesagt hatten ihren Wehrdienst aus religiösen Gründen zu versehen. Die siedelten sich an russischen Wehrbefestigungen an. Am Amudarja wurden neue Siedlungen gebaut; den Fluß konnte man schon für Schiffahrten benutzen. In zwei Jahren kam ein Dampfer “Samarkand” aus Turtkul zum Hafen Tschardschous an. Solche Weise entstand eine Dampfer-Flotte am Amudarja.

Später wurde die Eisenbahn vom Kaspischen Meer bis zum Tschardschou ausgelegt.
1896 hieß die Stadt Neu Tschardshuy. Vom Alt Tschardshuy unterschied sich die Stadt davon, daß der größere Teil der Bevölkerung hier die Russen war. In derselben Zeit wurde die Eisenbahnbrücke am Amudarja gebaut, die am 17.Oktober 1898 die längste Brücke des Russischen Reiches und die dreilängste in der Welt wurde.

Nach dem Sturz der Emirmacht am 14.September 1920 wurde hier die Sowjetische Bucharer Volksrepublik ausgerufen. Zu dieser Republik gehörte auch Tschardschou. 1924 nach der Durchführung der nationalen Staatsabgrenzung in Mittelasien gehörte Tschardschou zur Turkmenischen Sowjetischen Republik. In 20-30 Jahren des XX.Jht. entwickelte sich die Stadt als ein Industriezentrum. Die Stadt befand sich zwischen den Regionen, die die Baumwolle und Seidenspinner produzierten. Deshalb wurden hier eine Baumwollreinigungsfabrik und Seidenspinnerei gebaut.

Hetzutage ist Türkmenabad eine gastfreundliche Stadt mit Parks und einem Strand, die man gerne besucht.

Stadtsehenswürdigkeiten.
Das Repetek Naturschutzgebiet ist öde und sandig. Das wurde 1928 gegründet. Es befindet sich 70 km süd-westlicher von Türkmenabad in der Karakum Wüste um die Repetek Station herum und ist das heißte Ort Mittelasiens. Dieses Naturschutzgebiet wurde für Erhaltung und Schutz der Wüstenlandschaft mit ihrer Flora und Fauna gegründet; viele Flora-/ Faunavertreter wurden in die Rote Liste eingetragen.

Die uralte Stadt Amul/ Tschardshuy ist die aufbewahrten Festungruinen eines Herrschers namens Amul; diese Stadt datiert aus dem X.-XI.Jht. Die befindet sich nicht weit von der Einfahrt nach Türkmenabad (10 km entfernt). Im X. Jht. sah die als eine quadratische Lehmfestung aus, die von einem Graben mit Wasser umgeben wurde; dieses Graben schützte gegen Eroberer. Jede Festungsseite hatte ihr eigenes Tor. Diese Tore wurden rund um die Uhr bewacht. Drinnen befanden sich ein Platz, Kasernen, Lager für Lebensmittel, Häuser von Bek-Verwandten (“Bek” heißt Statthalter) und seiner nächsten Umgebung, Bek-Palast. Auch hier war ein Gefängnis. Das war ein tiefer Brunnen; auf seinem Steinboden befanden sich Häftlinge. Vom Westen nach Osten von der Festung waren Häuser von Händlern und Handwerkern.

In der Umgebung Türkmenabads befindet sich eine Museumstadt Atamurat; hier kann man die Mausoleen Allamberdar und Astana-Baba besichtigen. Hierher unternehmen viele Moslems Wallfahrten. Das Allamberdar Mausoleum (anders Almutasir Mausoleum) ist ein prächtiges Gebäude, das im XI. Jht. im Nordhorasan gebaut wurde. Es wurde im Architekturstil der Seldshukenregierung gebaut. Für den waren die Größe und das unordinäre Design der Fassade typisch. Die Fassade dieses Mausoleums ist reich mit ornamentaler Ausmauerung (es wurde verzierter Ziegel benutzt) dekoriert. Es scheint, daß das Portal auslädt. Die reine Ziegeltextur der ganzen Einrichtung macht das Mausoleum streng und festlich. Drinnen befindet sich nur ein Raum mit einem falschen Grabstein.

Das Astana-Baba Mausoleum besteht aus einer Moschee und Gruft, die im XI.Jht. gebaut wurden. Hierher unternehmen viele Moslems Wallfahrten und hier findet das Ritual “Syjarat” (Anbetung einem Heiligen) statt. Nieman weiß, wer Astana-Baba zu seinen Lebzeiten war; aber das Ort ist heilig und bringt Genesung. Dieses Mausoleum nennt man sog. Becher des heiligen Gral für Moslems. Zum Astana-Baba Architekturkomplex gehören auch die Mausoleen Seyd-Ali und Suweyd-Ali. Es gibt eine schöne Sage über diese Mausoleen: ein Herrscher des mittelalterlichen Horasans hatte eine schöne Tochter Suweyda. Nach ihrer Hochzeit starb sie. Der traurige Vater brachte die besten Architekten aus Merw und Samarkand mit, um ein Mausoleum zum Andenken an seine Tochter zu bauen. Aber nach seiner Gründung wurde dieses Mausoleum eingestürzt. Das passierte dreimal: das Gebäude baute man von Anfang an und es wurde wieder eingestürzt. Der Vater war verzweifelt aber einmal sah er in senem Traum einen Alten; der Alte erzählte ihm, daß er das Mausoleum nur aus Lehm und Wasser bauen musste. Das Wasser und Lehm musste man aus Mekka mitbringen. Der Herrscher machte das. Das Mausoleum wurde gebaut und nach dem Tod dieses Herrschers wurde seine Leiche in diesem Mausoleum in einem Nebenraum zur Gruft seiner Tochter gegraben. Das Wasser im Brunnen, das man für Errichtung der Mausoleen Seyd-Ali und Suweyd-Ali benutzt, nennt man heilig.

Die Karawanserei Dayakhatyn (anders Bay-Khatyn) befindet sich in der Straße, die aus der uralten Stadt Amul nach Horesm führt, und ist ein eigenartiges Architekturdenkmal des XI.-XII.Jht. Heutzutage wurden nur die Ruinen eines Gebäudes aus Lehmziegel aufbewahrt. Früher wurde dieses Gebäude mit runden Türmen befestigt. Bogen, Gewölbe und Kuppeln wurden mit Backstein bekleidet. Die Fassadenmauern wurden mit eigenartigem ornamentalem Ziegel bekleidet. An einigen Wänden dieses Gebäudes kann man bis heute Textausschnitte mit Namen einiger arabischen Khalifen sehen (z.B. Abubakr, Omar, Ali und etc.). Es gibt eine Volkssage, die mit der Errichtung dieser Karawanserei verbunden ist: einmal ein reicher Mann schöpfte Verdacht gegen seine Frau. Ungeachtet dessen, daß es keinen Ehebruch gab, ging dieser Mann vom zu Hause in Derwisch-Kleidung weg (“Derwisch” bedeutet ein wandernder Bettler- Philosoph). Seine Frau wartete auf seine Rückkehr mehrere Jahre. Um seine Wanderungen in der Wüste leichter zu machen, baute sie eine große und schöne Karawanserei. Ziegel für diese Karawanserei wurde in Merw hergestellt. Von Hand zu Hand wurden Ziegel für diese Karawanserei übergegeben. Ein der Arbeiter war ihr Mann, der nach vielen Wanderungen nach Hause zurückkam.

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