Information über Turkmenistan.

Politik.
Die Рepublik Turkmenistan ist gemäß der Verfassung von 1992 eine unitarische Präsidialrepublik.

Staatsform.
Am 27. Oktober 1991 ist Turkmenistan unabhängig nach der durchgeführten allgemeinen Volksbefragung. Am 12. Dezemder 1995 wurde die Resalution der UNO-Vollversammlung über “die ständige Neutralität Turkmenistans“ bei der einmütigen Zustimmung der 185 Länder verabschiedet.
Das Grundgesetz wurde am 18. Mai 1992 verabschiedet. Laut Grundgesetzbuch ist Turkmenistan ein demokratisches weltliches Rechtsland, das über Vollmacht verfügt und selbständig innere und äußere Politik führt. Turkmenistan gründet sich auf das Prinzip der Trennung der Gewalten (Legislative, Exekutive und Judikative). Der Inhaber des Präsidentenamtes ist zugleich Staats- sowie Regierungschef und ist mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet.

Präsident Turkmenistans.
Präsident leitet das Ministerkabinett (Regierung), ist oberster Befehlshaber der Streitkräfte Turkmenistans und bestellt Botschafter, oberste Amtpersonen der Exekutive inkl. Minister und andere führende Persönlichkeiten. In Vereinbarung mit dem Parlament (Mejlis) bestellt der Präsident und entlässt den Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes, den Vorsitzenden des Wirtschaftsgerichtshofes und den General-staatsanwalt.
Laut dem Grundgesetz ist der Präsident befugt zur Einberufung der vorfristigen Parlamentstagungen, Begnadigung und Amnestie; er wird auf 5 Jahre direkt vom Volk gewählt.

Saparmyrat Nyýazow war der erste und lebenslängliche Präsident Turkmenistans und eine interessante und eigenartige Persönlichkeit. Am 27. Oktober 1990 wurde der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Saparmyrat Nyýazow, nach den allgemeinen Wahlen ausgewählt. Am 22. Oktober 1993 bekam er offiziell laut Parla-mentbeschluß den Ehrentitel “Turkmenbaschi” („Führer der Turkmenen“), später ließ er sich “Turkmenbaschi der Große” nennen. Ende 1999 ließ sich Nyýazow durch das Parlament zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennen. 2002 hat er gemeldet, daß 2010 der letzte Jahr seiner Präsidententätigkeit wird. Aber am 21. Dezember 2006 starb er wegen der Herzinsuffizienz. Er etablierte Personenkult im Laufe von 16 Jahren und ließ eine große Spur in der Geschichte Turkmenistans hinter. 2003 ließ er sich von seinem Ministerkabinett zum Propheten ausrufen. Eines seiner Bücher – die Ruhnama – bestimmte er zur offiziellen Pflichtlektüre für sein Volk. Überall wurden Statuen von ihm, seinem Vater und seiner Mutter aufgestellt. In der Hauptstadt entstanden luxuriöse Repräsentationsbauten und großzügige Plätze. Gleichzeitig er die Sozialausgaben des Staates. 2004 wurden 15.000 Hospitalangestellte entlassen und durch Wehrpflichtige ersetzt. Nyýazow plante alle Krankenhäuser im Land zu schließen, bis auf eines in der Hauptstadt. Anfang 2006 wurden auch die Renten und Behindertenzuschüsse gekürzt.

Als Nyýazow am 21. Dezember 2006 starb, ernannte der Sicherheitsrat den Vizeministerpräsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow zum Übergangspräsidenten. Der heutige Präsident macht Schritt für Schritt, um den Personenkult vom Turkmenbaschi abzuschaffen und die Lage im Land zu verbessern.

Parlament / Legislative.
Die Legislative besteht aus zwei Parlamentskammern: Die Versammlung (Mejlis) stellt das eigentliche Parlament dar, deren 125 Mitglieder für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählt werden. Erstmals seit Einführung einer neuen Verfassung haben am 14. Dezember 2008 Parlamentswahlen stattgefunden. Arbeit der Vesammlung ist in Form der Tagungen und Sitzungen. Mejlis tritt alljährlich zur Frühlings- und Herbsttagung zusammen und erläßt Gesetze und Grundgesetz. Der Volksrat (Halk Maslahaty) besteht aus 2507 Mitgliedern, deren größter Teil anhand eines Proporzschlüssels, der die regionale Herkunft des Abgeordneten berücksichtigt, ernannt wurde. Ein kleiner Anteil der Mitglieder wurde am 7. April 2003 gewählt. Seit der Verfassungsreform vom 26. September 2008 kommt dem Halk Maslahaty nur noch beratendende Funktion zu.

Staatssymbolik.
Staatssymbolik besteht aus Flagge, Wappen und Staatshymne.

Flagge.
wurde in verwechselnd ähnlicher Form ab dem Jahre 1992 geführt. Die Flagge ist in ihrer Darstellung die komplexeste Nationalflagge aller Nationen. Der weiße Halbmond mit den fünf Sternen auf grünem Tuch weist auf die Turkvölker und die grüne Farbe auf den Islam hin. An der Liek sind fünf traditionelle Teppichmuster dargestellt, so genannte Guls, sie sind nach fünf Stämmen des Landes benannt. Die Olivenzweige am unteren Ende des Teppichmusters symbolisieren den Frieden und die Neutralität der Turkmenen.
In einem turkmenischen Gesetz wird die Nationalflagge als „Symbol der Einheit und Unabhängigkeit der Nation und der Neutralität des Staates“ beschrieben.

Fünf Guls symbolisieren auch fünf Regionen. Das Wort Gul bedeutet “Blumen” oder “See”; alle Guls sind nach dem Prinzip des goldenen Schnittes gebildet; 21 zu 34. 19. Februar ist Staatsfeier der Flage.

Wappen.
Als Staatswappen Turkmenistans dient das Staatsemblem. Die heute Gestalt wurde 2003 eingeführt. Die heutige Form erinnert an das im Koran verwendete Zeichen Rub al-hizb. Einige seiner Elemente finden sich auch in der turkmenischen Flagge.
Auf dem grünen Grund befinden sich:
• im unteren Teil - sieben geöffnete Baumwollkapel mit grünen Blättern;
• in der Mitte - goldene Weizenähren; je zwei Ähren von jeder Seite;
• im oberen Teil - Halbmond mit fünfzackigen weißen Sternen.

Das Emblem zeigt ein Achal-Tekkiner-Pferd in natürlichen Farben auf einer kreisrunden dunkelblauen Scheibe, die auf einer roten Scheibe liegt, auf der kreisförmig fünf traditionelle turkmenische Teppichornamente in den Farben Grün, Rot, Gold und Weiß angeordnet sind. Die rote Scheibe liegt auf einem grünen, goldgeränderten achtzackigen Stern. Um die rote Scheibe rankt sich zu beiden Seiten je eine goldene Weizenähre, darunter sieben weiße Baumwollpflanzen, darüber fünf weiße fünfzackige Sterne und ein (zunehmender) weißer Halbmond.

Staatssprache.
Staatssprache ist Turkmenisch laut 14.Artikel des Grundgesetzes. Alle Bürger haben Recht ihre Muttersprache zu benutzen. Turkmenisch ist ähnlich zum Türkisch und Aserbaidschanisch. Auf Turkmenisch spricht man nicht nur in Turkmenistan, sondern auch im Nordwest Afghanistans und Nordosten Irans.

Währung.
Laut Gesetz “über die Währung in Turkmenistan” ist Staatswährung Manat; Manat 1,00=Tenge 100,00. Manat wurde seit November 1993 im Umlauf gebracht und ist das einzige Zahlungsmittel in Turkmenistan. Gebrauch anderer Währungen wird nach bestimmten gesetzgebenden Akten und Normativakten der Zentralbank reguliert.

Banken und andere Wirtschaftssubjekte sollen auf dem Territorium Turkmenistans nationale Währung unbeschränkt in Zahlung nehmen. Nennwert, Gewicht, Zeichnung und andere Angaben der nationalen Währung bestimmt die Zentralbank.

Seit 1. Januar 2009 wurden neue denominierte Geldscheine eingeführt. Manat 1,00 (neu, denominiert)=Manat 5.000,00; USD1,00=Manat 2,58.

Seit 1.Januar 2010 wird geplant neue Münzen (nach dem Nennwert Manat 1,00 und 2,00) einzuführen, die von der Königsmünze Englands geprägt wurden.

Am 1. November 2009 fand Präsentation der neuen bimetallischen Münzen (Kupfer-, Messing- und Nickellegierung) in Zentralbank statt.

Administrativ-territoriale Gliederung.
Turkmenistan besteht aus 5 Provinzen (Oblasten); jede Provinz hat ihr eigenes Provinzzentrum: Provinz Ahal mit dem Provinzzentrum Ruchabad, Provinz Balkan – Balkanabad, Provinz Daschogus – Daschogus, Provinz Lebab – Turkmenabad, Provinz Mary – Mary. Die Hauptstadt ist Aschchabad.

Georgafische Lage.
Turkmenistan grenzt (im Uhrzeigersinn) an Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan, den Iran und das Kaspische Meer. Der größte Teil Turkmenistans befindet sich in der Turan Niederung. Nahezu 95% der Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen, die sowohl aus Sand- als auch Geröllwüstengebieten besteht. Im Süden sind Berge und Anhöhen. 3 % der Fläche ist für Landwirtschaft geeignet.

Im äußersten Süden befindet sich das Kopet-Dag-Gebirge (Spitze ist Berg Reza, 2.942 m); seine Fortsetzung sind der Klein Balkan Berg (bis 777m) und der Groß Balkan Berg (1.880 m ü.NN). Nördlich vom Kopet-Dag-Gebirge liegt eine Ebene, die im Westen zur Vorkaspische Niederung übergeht.

Nah vom Kaspischen Meer befindet sich das Plateu Krasnowodskoje (bis 308 m). Im Nord-Westen ist Grenzgebiet des Plateuas Ustjurt (bis 400-460 m). Im äußersten Süden des Landes sind Anhöhen Badchys (1.267 m) und Karabil (984 m); sie sind Vorgebirge vom Paropamis Gebirge. Während Richtung Südosten nach Afghanistan noch einige Ausläufer des Gissargebirges aufragen, befindet sich der höchste Berg des Landes, der Ayrybaba (3.139 m), an der östlichen Grenze zu Usbekistan.

Klima.
Als südlichste Region der ehemaligen Sowjetunion hat Turkmenistan die mit Abstand höchsten Temperaturen in Zentral-Asien, doch da es selbst im Sommer eine niedrige Luftfeuchte hat, ist dies noch erträglich. Im Süden ist das Klima etwas weniger kontinental als im Norden, und die Temperaturen fallen selten unter -5°C im Nord-Westen und +4° С im Süden. Die nördlichen Bereiche an der usbekischen Grenze können im Winter extrem kalt werden, mit Temperaturen bis zu -20°C. Im Sommer sind durchschnittliche Temperaturen 28-32° С.
Die besten Reise-Monate mit gemäßigten Temperaturen sind April und Mai, wenn die Wüsten und Berge erblühen. September und Oktober sind ebenfalls hervorragend geeignet, da es hier durch die Erntezeit eine Überfülle an frischem Obst und Gemüse gibt.
Das ausgeprägte Kontinentalklima in Turkmenistan weist hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und auch von Jahreszeit zu Jahreszeit auf. Typisch sind ständig wehende Winde im Norden.

Wasserressourcen.
Fast das ganze Territorium Turkmenistans außer Süd-Westen und Süd-Osten hat keinen Ablauf. Der größte Fluß Amudarja, der im Pamir Gebirge gespeist wird, fließt in Turkmenistan mit seinem mittleren Strom. Hier wurde Karakum Kanal (heute Turkmenbaschi Kanal) mit der Gesamtlänge mehr 1000 km gegraben. Der wird auch mit Grundwasser gespeist. Im Süden Turkmenistans werden drei große Flüsse Murgab, Tedshen und Atrek im Kopet-Dag-Gebirge und Paropamis Gebirge gespeist. Vom Kopet-Dag-Gebirge aus fließen viele kleine Flüsse ab. Im Frühling ist der Wasserstand in Flüssen hoch, manchmal passiert Hochwasser. Aber im Sommer verlanden viele Flüsse und trocknen aus. Solche Flüsse wie Tedshen und Murgab haben im Sommer in ihrem Unterlauf kein Wasser. Flüsse enden mit Flußarmen und Kanälen. Hauptgrund des niedrigen Wasserstandes ist Irrigation. Aber viel Flußwasser gerät auch in Grundwasser und verdampft. Die Flüsse entlang befinden sich zahlreiche Oasen.

Bevölkerung.
Bevölkerung Turkmenistans beträgt 5,2 Millionen Menschen. Aber diese Anzahl steigt nicht wegen der Mirgation aus anderen Ländern, sondern wegen der Bevölkerungszunahme. Seit 90-Jahren des XX.Jht. steigt die Bevölkerung um 500.000 Menschen. Eine lange Zeit betrug die Bevölkerungszunahme 4,2% alljährlich. Aber 2000 betrug die nur 1,58%. Diese Senkung wurde mit der Massenumzug der russischen Bevölkerung nach Russland verbunden. Den Hauptteil der heutigen Bevölkerung bilden die Turkmenen mit rund 77 %; die größten Minderheiten sind Usbeken (9 %), Russen (7 %), Kasachen (2 %), Tataren (1,1 %), Aserbaidschaner (0,8 %), Belutschen (0,8 %), Armenier (0,8 %), Ukrainer (0,5 %), daneben auch Koreaner und Tadschiken.
Die Ausbildung in Schulen ist auf Turkmenisch.
In der usbekisch-turkmenischen Grenze wohnen viele Usbeken. Kasachen wohnen im Norden und die Küste des Kaspischen Meeres entlang. Aber beide Sprachen gehören zu den Turksprachen und unterscheiden sich wesentlich vom Turkmenisch.

Religion.
Etwa 90 % der Bevölkerung sind Muslime (Sunniten der hanafitischen Rechtsschule und Schiiten mit etwa 120.000 Anhängern). Die Residenz vom Chef der Moslems (Kasi) befindet sich in Tschardshew. In Turkmenistan gibt es ein paar moslemische Heiligtümer. Meistens sind das moslemische mittelalterliche Friedhöfe und Grüfte. Besonders bekannt sind: Ag-Ischan nah von Bacharden im Nord-Westen von Aschchabad, zwei Bauten Babagammar (Gammarbaba) nah von Iolotan und Kuschki, das Serachsbaba Mausoleum, das an Ort der Gruft vom Scheich Abul-Fasl nah von Serachs gebaut wurde.
9 % gehören der Russisch-Orthodoxen Kirche an. Als weitere bedeutende religiöse Minderheiten sind folgende Gemeinschaften vertreten: Judentum, Römisch-katholische Kirche, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Neuapostolische Kirche und Bahai.
Die jüdische Religion ist in Turkmenistan nicht anerkannt. Die Ausübung der Religion wird allerdings toleriert. Es gibt jedoch keine Synagogen. Etwa 1000 Juden leben in Turkmenistan. Die meisten von ihnen hatten sich während des Zweiten Weltkriegs hier niedergelassen. Sie waren Flüchtlinge aus der Ukraine. Eine andere Gruppe sind die alteingesessenen bucharischen Juden. Viele turkmenische Juden sind nach Deutsch-land und Israel ausgewandert.

Internet-TLD: .tm

Telefonvorwahl: +993

 

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